Bewertung Snowpiercer bei Netflix.

Staffel 1 kann man sich ansehen. Danach ärgert man sich nur noch.

Snowpiercer bei Netflix

Snowpiercer bei Netflix - 2 Sterne

3 Staffeln Snowpiercer hätte die Welt wirklich nicht gebraucht. Am besten wäre am Ende der ersten die Welt untergegangen.

Etwas, das Sean Bean am besten kann, ist sterben. Das tut er in dieser Serie leider nicht – und genau hier liegt der Fehler.

Idee der Serie Snowpiercer

In einer kaputten Zukunftswelt liegt die Außentemperatur bei um unter Minus 100 Grad. Aber wir haben Glück, die überlebende Menschheit hat sich in einen Zug – den Snowpiercer – gerettet, der nun verschleißfrei (!) und ohne Unterbrechung (!) um die Welt rast. Finde den Fehler.

Im Inneren gibts verschiedene Gruppen von Menschen. Die einen leben im Luxus. Die anderen ganz hinten haben sich quasi im Todeskampf beim Aufbruch einen Platz hinein erkämpft. Und nun kommt es zu einer Art Aufstand.

Sonderbare Strafen gibt es. So werden Leuten Arme abgefroren, indem man ihren Arm durch eine Luke steckt oder man tötet sie durch eine Eislunge. Mag sich jeder selbst vorstellen, wie es dazu kommt.

Staffel 1 – passabel

Zwei Dinge lassen einen an der Staffel 1 dranbleiben. Auf der einen Seite die ungewöhnliche Idee und vielleicht auch ein paar interessante Charaktere.

Auf der anderen Seite die Tatsache, dass Mr. Wilford – der Erschaffer des Snowpiercers – immer wieder angedeutet wird. Man weiß, dass er irgendwann kommen wird. Aber er kommt nicht. Zumindest meiner Erinnerung nach.

Mit anderen Worten bedeutet das: Ein Teil der Faszination von Staffel 1 wird dadurch erzeugt, dass man Sean Bean eigentlich immer in der nächsten Folge erwartet.

Ja, ich spoilere euch ohne Vorankündigung zu: Er wird nicht kommen! Trotzdem hat die Serie noch etwas – auch wenn man sich niemals wirklich sicher ist, was es denn ist.

3 ½ Sterne für die Staffel 1. Ein halber Punkt Abzug davon rührt daher, dass man auf Sean Bean vergeblich wartet.

Staffel 2 – endlich ist er da

Voller Erwartung schaut man hinein in Staffel 2. Es ist nun klar, dass Mr. Wilford auftauchen wird. Und was soll ich sagen: Sean Bean spielt einen völlig durchgeknallten Spinner, dem man am liebsten selbst eine Eislunge verpassen würde. Aber nicht, weil er so böse, sondern weil er so bescheuert ist. So legt er sich gern mit Leuten in eine Badewanne, denen vorher die Pulsadern aufgeschnitten wurden.

Ehrlich Leute, mein Leben ist zu kurz für so einen Blödsinn. Ja, ich gebs zu. Ich mag es Winnetou-mäßig. Bumm und vom Felsen fallen. Ich brauche keine Eislunge, keine abgefrorenen Arme und erst recht keine aufgeschlitzten Pulsadern – auch nicht angedeutet.

So vergeht die Staffel 2 in der Hoffnung, dass es irgendwann besser wird. Wird es aber nicht. Irgendwann nervt es einfach nur noch.

2 Sterne für Staffel 2.

Staffel 3 – nicht wirklich noch eine

Nun schön. Nachdem man sich durch Staffel 2 geballert hat, schaut man wenigstens mal rein. Soll ich noch mal 2 Sterne dafür vergeben, dass man mit diesem planlosen, gruseligen Konzept weitergemacht hat? Nein. 1 Stern dafür, dass man der Welt mit noch einer solchen Staffel auf den Wecker fällt.

1 Stern bedeutet: Ich schau diesen Unsinn nicht fertig. Absolut unerträglich.

Ich hoffe wirklich sehr, dass der Snowpiercer in Staffel 3 einen Motorschaden bekommt oder einfach mit dem anderen Zug zusammenstößt. Soll die Menschheit in dieser ätzenden Zukunft doch einfach erfrieren. Das ist das Beste, was man aus den Resten dieser skurrilen Serie machen kann.

Fazit für den Snowpiercer

3 ½ Punkte + 2 Punkte + 1 Punkte = 6 ½ Punkte. Das bedeutet: 2 Punkte über alles – nicht empfehlenswert. Völlig vertane Lebenszeit.

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