Die paptagger-Syntax

Im letzen Beitrag gings und das Warum. Nun schauen wir uns das Wie an: Wie taggt man Papyrus-Dokumente für den paptagger?

paptagger Teil 2 – Wie taggt man?

Wenn man eine Textstelle gern aufnehmen möchte, öffnet man direkt davor ein Fenster mit:

Einfügen —> Hypertext —> HTML-Anweisung.

Die beiden Einstellungen bleiben auf Normal und HTML und auch die Checkbox am Ende bleibt deaktiviert.

Fenster in Papyrus zum Einfügen von HTML-Anweisungen

Grundsyntax

Um es gleich zu Beginn zu schreiben: Wenn es schwierig wäre, hätte ich keinen Bock darauf. Ein getaggter Eintrag kostet mich etwa doppelt so viel Arbeit wie ein Kommentar. Gegenüber dem, was er mir bringt, ein guter Deal.

{Peter:} Einfach ein Tag nach diesem Muster ins Eingabefeld schreiben.
{Peter:Erster Auftritt} Hinter dem Doppelpunkt kann eine Beschreibung der Textstelle angegeben werden.
{Peter,Gabi:Beschreibung} Mit Komma kann man mehrere Namen hintereinander schreiben. Es werden dann entsprechend viele Akten angelegt.

Das Stop-Tag $

Wie viel wird denn eigentlich extrahiert? Wenn nichts weiter definiert ist, mindestens 500 Zeichen. Damit der Text nicht mitten im Satz aufhört, wird dann noch der nächste Punkt gesucht.

Das Dollarzeichen mit dem $ wie Stop kann man sich hoffentlich gut als Stop-Tag merken. Ich schreibe es einfach zum Namen.

{Peter $:} Text wird bis zum Szenenende extrahiert. Das Szenenende wird anhand einer Zeile ohne Buchstaben erkannt. Damit findet es auch ***.
{Peter $$:} Text wird bis zum Kapitelende extrahiert.
{Peter $4:} Vier Absätze werden extrahiert.
{Peter $400:} Vierhundert Worte werden extrahiert.
{Peter $":} Die aktuelle Konversation wird extrahiert (bis zu einer Zeile, in der keine Anführungszeichen mehr vorhanden sind).
{Peter $$$:} … $$$ Text wird bis zum End-Tag $$$ (drei Dollarzeichen ohne Klammern) extrahiert.

Akten sammeln mehrere Sätze

Normalerweise wird für jede extrahierte Textstelle ein Satz erstellt (also eine Zeile in der Datenbank).

Manchmal möchte man aber gern mehrere Sätze zusammen in einer Art Akte sammeln. Dies geschieht durch die Sonderzeichen / und +.

{Peter/Lebenslauf:Beschreibung} Ein Slash hinter dem Namen und alle so getaggten Textstellen landen in einer Personenakte.

Die Beschreibung steht dazwischen als Überschrift.
{//Fluch:Beschreibung} Eine Themenakte funktioniert ähnlich – nur halt ohne Person.

Ich gebe diesen Thenenakten zwei Slashes. Dadurch finde ich sie einfacher.
{Peter+Gabi:Beschreibung} Verwendet man statt des Kommas ein Plus, werden für alle möglichen Kombinationen dieser Namen (es können mehr als zwei sein), Beziehungsakten angelegt.

Ich verwende die bspw., wenn ich den Überblick verliere, wie sich einige meiner selteneren Charaktere ansprechen.

Aufgaben @

Meine Hauptverwendung für Akten sind Aufgaben. Vor allem schwierige Aufgaben (leichte erledigt man ja meistens gleich).

Das @-Zeichen für Aufgaben kann man sich hoffentlich auch merken. Man kann seine eigenen Aufgabenkürzel erstellen (weiter unten). Von mir angelegt ist:

{Peter @o:Beschreibung} Einfach zum Namen ein @-Zeichen und einen Anfangsbuchstaben. Man kann auch ein ganzes Wort dahinter schreiben.
@a Ausdruck der Textstelle überprüfen.
@c Diese Stelle checken – es scheint etwas nicht zu stimmen.
@f Sachlicher Fehler muss korrigiert werden.
@k Kürzen.
@l Löschen (meistens leichter gesagt als getan).
@o Offen (es wurde irgendwo etwas angekündigt und ist noch nicht geschehen).
@p Provisorium (hier ist kein Fehler und es ist auch nicht unbedingt etwas zu tun. Aber vielleicht fällt einem doch noch etwas besseres ein als das hier).

Prioritäten #

Prioritäten erhalten eine extra Spalte, nach der man sortieren kann. Die hier angegebenen Werte sind voreingestellt. Häufig markiert man Aufgaben, die sich im Nachhinein als weniger wichtig erweisen und die man nach hinten sortieren will.

Oder es gibt Aufgaben, die wichtig sind und in der Menge untergehen. Mit #5 kann man eine Aufgabe sogar stehen lassen und sie als erledigt kennzeichnen. Das klingt zwar unsinnig, aber wenn man länger an seiner Geschichte schreibt, glaubt man manchmal, Dinge wären nicht erfasst, obwohl sie längst erledigt sind.

{Peter @o#1:Beschreibung} Dies funktioniert natürlich auch ohne Aufgabe
#1 #1 WICHTIG
#2 #2 VORRANGIG
#3 #3 NORMAL
#4 #4 UNWICHTIG
#5 #5 ERLEDIGT

Setup

Wenn man meine Vorgaben ergänzen oder überschreiben will, wäre es sehr blöd, wenn man bei jedem Parsen ein komplexes Eingabeformular ausfüllen müsste.

Um das zu umgehen, kann man die Ausgabe selbst innerhalb gewisser Grenzen konfigurieren, indem irgendwo im Text eins oder mehrere der folgenden Konfigurationstags eingebaut wird.

{@n=@ NEUER AUFGABENTEXT} Wenn meine vordefinierten Aufgaben nicht ausreichen oder man sie überschreiben will, geht das mit diesem Tag. @ NEUER AUFGABENTEXT steht später in der Datenbank.
{#7=#7 NEUE PRIORITÄT} Wenn man die vordefinierten Prioritäten ergänzen oder überschreien möchte, geht es so.
{PRIO=#3} Hiermit kann man die Standard-Priorität einstellen.
{INDEX=123} In Personen-, Themen- und Beziehungsakten werden zur besseren Übersicht Überschritsebenen mit extrahiert und aufgelistet. Standardeinstellung ist 12 und steht für Ebene 1+2. In diesem Beispiel wird dies überschrieben und paptagger nimmt Überschrift-Ebene 1, 2 und 3.
{CSV=,} paptagger wirft eine CSV-Datei zur Einspielung in Papyrus aus. Solche Dateien enthalten ein Datenfeld und danach ein Trennzeichen. Voreingestellt ist ein Semikolon, weil das die wenigsten Probleme macht. Möchte man dies (vielleicht zum Einspielen in ein anderes Programm) überschreiben, würde man das Trennzeichen hiermit auf ein Komma ändern.
{CSV_ESCAPE=;} Diese Sicherheitseinstellung muss unbedingt korrespondierend mit der davorstehenden Einstellung vorgenommen werden.

Durch {CSV=,} ist das Trennzeichen ein Komma. Kommt irgendwo im Text ein Komma vor (sicher tut es das), würde dieses Komma als Trennzeichen interpretiert werden. Es gäbe ein Datenchaos.

CSV_ESCAPE würde so wie es hier eingestellt ist aus alle Kommas im Text durch ein Semikolon ersetzen.

Nochmal zur Erinnerung: Voreingestellt ist als Trennzeichen ein Semikolon und als Escape-Wert ein Komma. Also umgekehrt, wie in diesem Beispiel angegeben.

Weiter geht es mit dem Extrahieren der Texte – Fortsetzung folgt

In der nächsten Folge beschreibe ich

  • Welche Datenbank-Tabelle man benötigt
  • Was man mit seiner Datei tun muss, um die Textstellen zu extrahieren
  • Und wie man die vom paptagger erstellte CSV-Datei in seine Datenbank einspielt

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