Mein Erfahrungsbericht zu 1&1, T-Online und Vodafone

Kaum etwas ist so nervig, wie ein nicht funktionierender Internetanschluss. Ich war bei 1&1, der Telekom und bei Vodafone. Hier meine Erfahrungen.

Internetanschluss bei 1&1, der Telekom oder Vodafone?

Welchen Telefon- und Internetanbieter soll ich nehmen? Mit drei Providern habe ich Erfahrungen. Momentan bin ich bei Vodafone und da werde ich auch erst mal bleiben. Hier erfahrt ihr, warum.

Kein Provider ist perfekt

Dieser Beitrag ist nicht gesponsort. Das einmal zuerst. Außerdem sollte jeder wissen, dass alles, was mit Technik zu tun hat, gelegentlich Probleme machen kann. Wenn man sich dann an den Support wendet, hat man mit Menschen zu tun. Gleich das nächste Problemfeld.

Ich habe sehr viel mit 1&1-Mitarbeitern gesprochen (allerdings um 2005 herum) und gelegentlich mit Telekom-Mitarbeitern (bis ich vor einigen Jahren gewechselt habe). Mit Vodafone-Leuten habe ich wenig Erfahrung, denn bisher lief eigentlich immer alles.

Gehen wir mal der Reihe nach alles durch.

Meine Erfahrungen mit 1&1 – eine Vollkatastrophe

Die Firma 1&1 hat bei mir lebenslang verschissen. Meine Erfahrungen sind inzwischen über 15 Jahre alt, trotzdem wird dieser Laden bei mir niemals wieder einen Fuß in die Tür kriegen. Ich habe noch nie im Leben einen so schlechten Service erlebt, ich habe mich noch nie so hilflos gefühlt und bin auch noch nie bei einem Anbieter gewesen, von dem ich mich so verscheißert gefühlt habe.

Es mag sein, dass die Firma 1&1 ihren Service inzwischen verbessert hat. Ich will das nicht mehr herausfinden.

Was war geschehen. Nicht viel. Meiner Erinnerung nach habe ich damals meinen Anschluss von ISDN auf Analog umstellen wollen. ISDN war um 2000 herum das Maß aller Dinge. Als dann DSL kam, musste man zurückgehen auf Analog, weil der schnelle DSL-Anschluss eben nur unter analog läuft – bei allen Providern.

Meiner Erinnerung nach war ich daraufhin mehrere Wochen lang offline. Ich hatte eine 0180er-Nummer für bestimmte Support-Anfragen. Dort verwies man mich an andere Mitarbeiter, die ich aber nur über eine 0190er-Nummer zu knapp 2 Euro pro Minute erreichen konnte. Mitunter verwies man mich dort wieder zurück und bot mir an, mich (über die 0190er-Nummer) an die 0180er-Nummer zu verbinden. So herum ging es, anders herum nie.

Mit keinem dieser Mitarbeiter redete ich länger als 2 Minuten. Schuld war immer angeblich die Telekom, welche die letztendliche Leitungshoheit hatte. Also rief ich auch bei der Telekom an – auf einer kostenlosen Nummer. Die Gespräche dort waren sehr freundlich und dauerten manchmal über 20 Minuten.

Um es kurz zu machen: Beide Anbieter schoben sich den Schwarzen Peter zu. Als ich 1&1 eine Frist setzte und mit Kürzung der Gebühr drohte, widersprach man dort. Und ich war offengestanden zu blöd, mir trotz Rechtsschutzversicherung einen Anwalt zu suchen.

Die Support-Mitarbeiter empfand ich als Katastrophe. Mein Eindruck: Sie hatten entweder aufgegeben, einen vernünftigen Service zu geben oder waren darauf geschult, einen abzuwimmeln. Eine Mitarbeiterin hing mir sogar das Telefon ein.

Der Vogel wurde schließlich abgeschossen, als ich einem Support-Mitarbeiter eine von mir erhaltene Mail vorlas, in der stand, dass es innerhalb der nächsten 2-3 Tage eine Lösung geben wird (aus der Erinnerung geschrieben). Diese Mail war von einem Mitarbeiter mit Namen unterzeichnet bzw. in dessen Namen geschrieben.

Ich fragte den Support-Mitarbeiter, ob er sich nicht an diese Person wenden könne. Mit einer relativ abwertenden und genervten Bemerkung ließ dieser Support-Mensch durchblicken, dass es die Person gar nicht gäbe, die mir diese Mail geschickt hat. Ein Roboter beantwortete automatisch Support-Anfragen mit Texten, die 1&1 weitere Tage Zeit ließen.

Spätestens damit war für mich die Kundenbeziehung beendet. Ich war angetan davon, wie viel mühe man sich an der Telekom-Hotline mit mir gab, kündigte 1&1, zahlte gern noch 7 Monate für deren Service, den ich nicht mehr nutzte und verwendete den Internetzugang von T-Online.

Die Firma 1&1 war 5 Euro pro Monat billiger. Diese 5 Euro zahlte ich gern, um mit diesen unmöglichen Menschen nichts mehr zu tun haben zu müssen.

Mein Erfahrungsbericht zur Telekom bzw. T-Online

Alle werden nun schlimme Dinge erwarten. Da täuscht ihr euch, Leute. Ich war über zehn Jahre bei der Telekom. Probleme hatte ich nur wenige.

Die Mitarbeiter des Supports behandelten mich allezeit freundlich. Sie haben Fehler gemacht, als ich einen Vertrag umgestellt habe. Es gab auch mal mehrere Fehler hintereinander. Meiner Erinnerung nach musste ich wegen einer Sache (die ich nicht mehr im Kopf habe) viermal anrufen, bis alles so umgesetzt war, wie ich es wollte. Aber die Mitarbeiter waren immer freundlich. Und wenn ich es mit freundlichen Menschen zu tun habe, bin ich ebenfalls freundlich.

Ginge es um den Support, könnte ich ganz klar sagen: Ich wäre immer noch bei der Telekom. Ich weiß, dass viele Leute andere Erfahrungen gemacht haben. Aber bei mir liefen Telefon und Internet bis auf wenige Ausnahmen zuverlässig. Und wenn es doch mal etwas gab, hatte ich Leute, die ich anrufen konnte.

Die Telekom ist für mich kein schlechter Service.

Was hat mich dennoch dazu gebracht, dort wegzugehen?

Ich wohne hier in Heidenfahrt in einem kleinen Kaff am Rhein. Wir hatten einen 16MBit-Vertrag. Mehr ging nicht. Ich rief immer wieder mal an, um prüfen zu lassen, ob wir einen schnelleren Tarif erhalten könnten, aber das wurde über Jahre immer wieder »bald« in Aussicht gestellt.

Die einzige Sache, die mich wirklich genervt hat, kam nach der Kündigung über Vodafone. Dazu muss man wissen, dass Vodafone den Service anbietet, sich um die Kündigung beim Providerwechsel zu kümmern.

Ich erhielt unerwartet einen Telefonanruf der Telekom. Meiner Erinnerung nach wollte eine Drücker-Tussi eine Bestätigung, dass ich wirklich meinen Vertrag kündigen will. Dass dies kein seriöser Anruf war, wurde erst deutlich, als ich die Kündigung telefonisch bestätigte. »Ja, aber warum kündigen Sie denn? Was ist denn vorgefallen?«, fragte sie (sinngemäß) sehr affektiert. Ich hängte darauf das Telefon ein. Tussi!

Habt ihr das nötig, liebe Telekom? Nein, das habt ihr nicht nötig. Ihr habt halt viele Jahre tief geschlafen und lieber Aufkleber an eure Verteilerkästen geklebt, dass ihr mit Hochdruck an schnellerem DSL arbeiten würdet. Vielleicht hättet ihr wirklich mit Hochdruck arbeiten sollen, dann wäre ich heute noch euer Kunde.

Abgesehen von diesem letzten Anruf, hatte ich wenig zu meckern bei der Telekom. Nur eine Sache noch.

Der Auslöser dieses Beitrags ist ein neuer Router, den mir gerade die Firma Vodafone kostenlos zugesandt hat. Nicht nur, dass das Ding blitzschnell ohne lange Zahlenkolonnen aus nicht mehr auffindbaren Unterlagen einsatzbereit war. Nein, ich fragte mich, wie denn die Telekom mit meinem Router umgegangen ist.

Mir ist damals ein (eigener) Router kaputtgegangen. Ich beschloss daher 2005 beim Umstieg zur Telekom, dort einen Router zu mieten. Das kostete mich um die 2,50 Euro pro Monat. Während der über zehn Jahre, die ich bei der Telekom war, hatte man es dort niemals für nötig gehalten, mir ein neueres Gerät anzubieten.

Warum eigentlich nicht, liebe Telekom? Bei einem gemieteten Router wäre das in meinen Augen ausgesprochen wünschenswert gewesen. Ihr habt also auf meine Kosten gespart. Danke dafür.

Trotz dieser kleinen Ärgernisse werde ich die Telekom hier nicht zerreißen. Ich war dort nicht unzufrieden und ich würde dort auch wieder hingehen. Einen Router würde ich dort sicher nicht mehr mieten :)

Mein Testbericht zu Vodafone

Vodafone hat gleich mehrere Dinge richtig gemacht. Das begann schon mit dem Vertragsbeginn.

Meine größte Hemmschwelle war das Wechseldatum. Wann lief mein Telekom-Tarif eigentlich aus. Und nach meinen Erfahrungen mit 1&1 wollte ich gern nicht wieder wochenlang offline sein.

Es war eine Mittagspause an meinem Arbeitsplatz, als ich deren Chat anklickte. Bis zu diesem Tag hielt ich Kundenchats für Spielerei.

Auf jede meiner Fragen hatte man im Kundenchat eine Antwort. Es ging schnell, unkompliziert und machte einen Super-Eindruck auf mich. Nach wenigen Minuten bat ich um ein Telefongespräch, um den Vertrag abzuschließen und ich wurde meiner Erinnerung nach angerufen. Statt 16MBit bei der Telekom, habe ich nun 200MBit bei Vodafone.

Ich habe von Drückermethoden gelesen, dass Vodafone andere Dinge vertraglich bestätigt hat, als man telefonisch besprochen hatte. Das kann ich nicht bestätigen. Bei mir lief alles genauso wie besprochen.

Meiner Angst, offline zu sein, begegnete man sehr unkonventionell. Ich muss das schreiben, weil ich völlig verblüfft war.

Erstens: Ich brauchte keine Vertragslaufzeit herauszusuchen. Vodafone bot an, dass sie automatisch die Kündigung des Telekom-Vertrags übernehmen.

Zweitens: Ich erhielt umgehend einen Router von Vodafone. Ein Techniker kam, der bei meiner Vermieterin kostenlos eine neue Anlage installierte (ihr Kabelfernsehn-Zeugs war wohl hoffnungslos veraltet).

Drittens: Ich konnte sofort mit dem Vodafone-Router lossurfen. Ich hatte also zwei Internet-Zugänge gleichzeitig: über Telekom und Vodafone.

Viertens: Mag sein, dass ich Glück hatte und dies eine Aktion war. Aber meinen Vodafone-Vertrag konnte ich sofort nutzen, aber er wurde erst kostenpflichtig, nachdem die Telekom ausgelaufen war und abgeschaltet hatte. Ich hatte damit über ein halbes Jahr kostenlos über Vodafone surfen können und tatsächlich buchte man erst nach Ablauf der Telekom die Gebühren ab.

Besser kann man es nicht machen. Es lief auch alles genau wie besprochen.

Negative Erfahrungen: Meinem Eindruck nach, gibt es bei Vodafone ein wenig häufiger Ausfälle als bei der Telekom. Allerdings sind diese Ausfälle sehr selten.

Wenn der Router neu gestartet wird, ist Internet nicht sofort verfügbar, sondern aus welchen Gründen auch immer, braucht das Gerät bis zu 15 Minuten, um eine Verbindung herzustellen. Wenn man weiß, dass das so ist, kommt man damit klar.

Dafür gibts auch ein Goodie. Mich hat immer genervt, wenn ich mir in Telekom-Unterlagen diese langen Zahlenketten zum Konfigurieren meines Internet-Zugangs heraussuchen musste. Dagegen ist die Einrichtung der Vodafone-Router kinderleicht. Einfach einstecken. Zugangsdaten werden nicht benötigt. Wer sein WLAN umkonfigurieren will (will ich!), findet die Log-in-Daten seines Routers auf dem Gerät.

Diesen Beitrag schreibe ich, weil mir Vodafone kostenlos angeboten hat, dass ich einen neuen Router erhalte. Die Einrichtung lief superschnell. Für den alten Router liegt ein Rücksendebeleg bei.

Meiner Erinnerung nach könnte ich jetzt so ca. 5 Jahre bei Vodafone sein. Deren Support habe ich in dieser Zeit genau einmal benötigt. Das war etwas tricky, weil man (glaube ich) im Handy (wegen nicht funktionierendem Internet) eine Vertragsnummer oder so was eingeben musste. Aber man war dort freundlich und nach erneutem Starten des Routers war das Problem behoben.

Ich würde den Vertrag mit Vodafone immer wieder abschließen.

Zurück

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte rechnen Sie 3 plus 4.

*)
Mit einem Sternchen markierte Eingabefelder müssen ausgefüllt werden.
Bei „Name” darf auch ein Pseudonym stehen. Weiteres in meinen Datenschutzhinweisen.
Kommentare sind zunächst unsichtbar und werden von einem Moderator gesichtet.